Die Herkunft ist entscheidend: Warum ökologischer Anbau mehr ist als nur ein Label

Die Herkunft ist entscheidend: Warum ökologischer Anbau mehr ist als nur ein Label

Matthias Dentler

Wenn wir nach einem Nahrungsergänzungsmittel suchen, achten wir meist darauf, was darin enthalten ist: die Wirkstoffe, die Konzentration, die Darreichungsform. Aber es gibt eine Frage, die sich fast niemand stellt: Woher stammen die Rohstoffe?

Das ist keine nebensächliche Frage. Bei Heilpilzen spielt die Herkunft eine größere Rolle, als es auf den ersten Blick scheint.


Ein Pilz ist das, was er aufnimmt

Pilze sind Organismen, die außerordentlich empfindlich auf ihre Umgebung reagieren. Im Gegensatz zu Pflanzen haben sie keine Wurzeln, die die aus dem Boden aufgenommenen Stoffe filtern: Sie nehmen Nährstoffe direkt aus dem Substrat auf, in dem sie wachsen. Schwermetalle, Pestizide, Umweltschadstoffe – alles, was sich in der Umgebung befindet, gelangt mehr oder weniger in den Pilz.

Dies hat eine direkte Konsequenz: Die Qualität des Substrats ist kein nebensächliches Detail. Sie ist der Ausgangspunkt für alles, was danach kommt. Ein Pilz, der in einer kontaminierten oder mit Agrochemikalien belasteten Umgebung gezüchtet wird, ist nicht dasselbe Produkt wie einer, der unter zertifizierten ökologischen Bedingungen gezüchtet wird, auch wenn beide denselben Namen auf dem Etikett tragen.


China ist nicht das Problem. Das Problem ist die mangelnde Rückverfolgbarkeit.

In der Heilpilzbranche gibt es ein heikles Thema, das angesprochen werden sollte: Der Großteil der weltweiten Produktion – einschließlich derjenigen europäischer und amerikanischer Marken – stammt aus China. Nicht, weil dies eine zweitklassige Option wäre, sondern weil China über eine jahrhundertelange mykologische Tradition verfügt, über Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, über die geeigneten klimatischen Bedingungen in einem riesigen Gebiet, über die weltweit spezialisiertesten Produzenten und über die Fähigkeit, sowohl Europa als auch die Vereinigten Staaten zu beliefern.

Das Gegenteil zu behaupten, ist, gelinde gesagt, naiv. Und in vielen Fällen bedeutet es schlichtweg, Informationen vor dem Verbraucher zu verbergen.

Das eigentliche Problem ist nicht, woher der Pilz stammt. Es geht darum, ob eine echte Rückverfolgbarkeit darüber besteht, wie er angebaut, verarbeitet und verpackt wurde. Und das ist viel schwieriger zu erreichen, als es scheint.

Hinter jeder Charge von KeyNaturals stehen jahrelange Arbeit bei der Auswahl der Produzenten und eine Zertifizierungskette, die jedes Glied des Prozesses abdeckt, vom Anbau bis zur Verpackung. Das ist nichts, was man einfach so improvisieren kann.


So lesen Sie das europäische Umweltzeichen

Hier ist ein praktischer Tipp, den jeder Verbraucher selbst überprüfen kann, wenn er das nächste Mal ein Pilzprodukt in der Hand hält.

Das EU-Bio-Siegel – das grüne Blatt mit den Sternen – ist eine strenge und überprüfbare Zertifizierung. Es gibt jedoch ein Detail, das nur wenige kennen: Neben dem Logo befindet sich immer eine Herkunftsangabe mit der Aufschrift „Landwirtschaft aus der EU“ oder „Landwirtschaft außerhalb der EU“.

Wenn auf einem Heilpilzprodukt „Nicht-EU-Landwirtschaft“ angegeben ist, bedeutet dies, dass der Rohstoff von außerhalb der Europäischen Union stammt. In der Praxis bedeutet das im Pilzsektor fast immer China.

Es gibt Marken auf dem Markt, die ihre europäische oder spanische Identität betonen, deren Produkte jedoch in Kleingedrucktem den Vermerk „Non-EU-Landwirtschaft“ tragen. Das ist nicht unbedingt ein Problem – wie bereits erwähnt, ist chinesische Herkunft kein Synonym für schlechte Qualität –, aber es ist ein Mangel an Transparenz gegenüber dem Verbraucher, der angesprochen werden sollte.

Das Etikett täuscht nicht, wenn man es richtig lesen kann.


Eine Zertifizierung, die die gesamte Lieferkette abdeckt

Die Trockenextrakte von KeyNaturals tragen das europäische Bio-Siegel. Es hat Jahre gedauert, bis wir es erhalten haben, und das nicht, weil der Prozess einfach wäre: Die EU-Bio-Zertifizierung beschränkt sich nicht nur auf den Pilzzüchter. Sie umfasst jedes Glied der Kette – den Anbau, die Extraktion, die Verpackung. Jeder, der das Produkt in die Hände nimmt, muss dieselben Standards erfüllen und sich denselben unabhängigen Kontrollen unterziehen.

Das ist ein Anspruch, den nur wenige Produkte auf dem Markt erfüllen können. Und das ist der Grund, warum auf unseren Etiketten neben dem Siegel deutlich die Herkunft angegeben ist: Nicht-EU-Landwirtschaft. Ohne Kleingedrucktes. Ohne Zweideutigkeiten.

Denn Transparenz beginnt nicht im Labor. Sie beginnt beim Substrat.


Möchtest du mehr über die Herkunft und Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen unserer Produkte erfahren? Schau dir die detaillierten Produktbeschreibungen auf keynaturals.net an.